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Gunter Lange

Gunter_mittel202Seit über 30 Jahren widme ich mich der keltischen bzw. angloamerikanischen Musik.

Begonnen hat alles Ende der siebziger Jahre, als ich mir ein begeisterndes Konzert des schottischen Duos Alan Roberts und Dougie MacLean in Kaiserslautern anhörte.

Tags drauf eilte ich geradewegs in ein Musikgeschäft, um mir eine Fiddle zu besorgen (eine von diesen billigen, rötlich glänzenden aus Asien). Während des Bezahlens fragte ich die Verkäuferin, ob es schwierig sei, sich das „Fiddln“ selbst beizubringen. Sie stutze und überlegte – für mich viel zu lange...Als ich die Musikalienhandlung verließ rief sie mir hinterher: „Was sie da gekauft haben ist übrigens eine Violine und mit Hillibilly kenne ich mich nicht aus!“ Es folgten Monate der Qual mit schrägen Tönen, die für gute nachbarschaftliche Beziehungen ungeeignet waren.

Auch meine Tochter - damals noch ein Baby - hat bis heute traumatisierte Erinnerungen und lehnt das Instrument bis zum heutigen Tag (sie ist inzwischen 28) ab. Schon bei den ersten vorsichtigen Saitenberührungen mit dem Bogen protestierte sie damals mit langanhaltenden Schreikrämpfen. Dabei nahm ihr Gesicht die Farbe des asiatischen Billiginstruments an. Doch dann folgten vortreffliche Zeiten: Über diverse Workshops mit so renommierten und virtuosen irischen und amerikanischen Fiddlern wie z. B. Gerry O` Connor (u. a. La Lugh), Mairé Egan (Riverdance, Lord Of The Dance, Celtic Tiger), Evo und Jemy Bluestein (Bluestein Brothers) und weiteren fünf Jahren Klassik-Unterricht, bin ich heute in der Lage, dem Instrument die prickelnde Würze und den nötigen Swing zu entlocken. Inzwischen werde ich von Musikschulen und Einzelmusikern angefragt, Fiddle-Unterricht zu geben, was ich gerne tue. Mitglied bei Tunefisch bin ich seit 1984. Damals lernte ich die beiden Gründungsmitglieder der Band Rainer Pohlmann und Peter Ludäscher bei einem irischen Fest an der Konstanzer Uni kennen, wo sie mit irischen Songs und Tunes das Publikum begeisterten.

Weitere Infos unter:

www.mace25.com

www.nordamerika-filmfestival.com