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Rainer1_mittelRainer Pohlmann

Im zarten Alter von 6 Jahren unternahm Rainer Pohlmann unter Anleitung seines Vaters erste durchaus vielversprechende Gehversuche auf dem häuslichen Klavier; als die Motivation anhielt, bekam er die folgenden 9 Jahre bis zum Abitur professionellen Klavierunterricht von Bach über Beethoven bis Chopin, Schumann und Debussy,  klassisch, wie das eben damals so üblich war. Um 1967 entflammte daneben die Leidenschaft für das, was als “Beatmusik” bekannt wurde, und als sich an seiner Schule eine Band zu formieren begann, übte er solange auf einer geliehenen Wanderklampfe, bis die Akkorde für Songs von  den Rolling Stones, Creedence Clearwater Revival oder den Small Faces reichten. Die zu diesem Zweck vom Munde abgesparte Elektrogitarre wurde allerdings später wieder zu Geld gemacht, um eine - inzwischen nur noch Kennern vertraute - Dr.Böhm-Heimorgel zu erstehen. Im Bausatz, den ein elektronikvernarrter Nachbar allen Unkenrufen zum Trotze tatsächlich zum Klingen brachte. Transportprobleme setzten ihrem Einsatz allerdings recht enge Grenzen; und so war es denn auch wieder die Gitarre, die einige Jahre später während eines einjährigen Schottlandaufenthaltes zu Ehren kam: nach einem halben Jahr Unterweisung in klassischer Gitarre (wie hält man so eine Gitarre eigentlich richtig?) folgten erste Anläufe, mit ihr schottische Balladen zu begleiten, aber erst nach der Rückkehr in die Heimat entwickelte sich, von akuter Nostalgie befeuert, die inzwischen schon über 30 Jahre anhaltende Liebe zu Scottish and Irish Folk Music. Neben Gitarre und Gesang ist der gelegentliche Einsatz von Congas getreten, Resultat diverser Trommel- und Taketina-Workshops, und seit ca. zwei Jahren hat das Klavier in Form eines stage pianos seine Renaissance erlebt und trägt seitdem mit zum unverwechselbaren Sound der Gruppe Tunefisch bei.